Die Freiheit des Einzelnen darf beim Klimaschutz nicht unter die Räder kommen

FDP-Bundestagsabgeordneter Toncar sieht beim Klimaschutz Leitentscheidungen wie unsere Gesellschaft aussehen soll.

v. Links: Dr. Florian Toncar MdB, Hans-Dieter Scheerer

Gerade bei Umweltfragen werde die einzelne Person oft nur als Problemquelle wahrgenommen und die Rufe nach einem Staat seien laut, der durch Verbote die einzelne Person vor sich selbst schütze, meint Dr. Florian Toncar in Böblingen vor 30 Interessierten. Für ihn klänge das bisweilen mehr nach der Denkweise der chinesischen Regierung als nach liberalem Rechtsstaat. Darum geht für ihn die Debatte um den Klimaschutz mit der Frage einher, wie unsere Gesellschaft künftig aussehen werde. Er ist überzeugt: „Bei kaum einem Thema sieht man so stark, warum es die FDP braucht wie beim Klimawandel.“ Es gehe um die Frage, welche Rolle der einzelne Mensch in den nächsten Jahrzehnten spielen werde und der FDP-Politiker ist sich sicher: „Wir haben die klarste Position.“ Die Freiheit des Einzelnen dürfe nicht wegen des Klimaschutzes eingeschränkt werden. Denn Toncar, wie seine Partei, glauben daran, dass der Mensch mündig sei und an dessen Autonomie. Daran müsse sich Politik anpassen und nicht umgekehrt. Nichtsdestotrotz sieht er Umwelt- und Klimapolitik als sehr wichtiges Zukunftsthema. Dafür brauche es klare Zielvorgaben. Das Erreichen müsse man technologieoffen der Gesellschaft überlassen. Dann führe das auch zu einer hohen gesellschaftlichen Akzeptanz, ist Toncar gewiss.